Wassersport soll weiter reglementiert werden Drucken E-Mail
Die News - Wassersport allgemein
Geschrieben von (redaktion )   

Die Branche protestiert

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) plant weit reichende Verschärfungen bisher bestehender Regelungen. Dabei besitzt Deutschland bereits heute das höchste Regelungsniveau im Vergleich zu den führenden europäischen Wassersportnationen. Eine bundesweite Protestaktion des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft soll dies verhindern helfen.


Anlässlich einer Sicherheitskonferenz für die Sportschifffahrt im Seebereich wurde beschlossen, den Sportbootführerschein-See auf noch zu bestimmende Gewässer zu begrenzen. Im Klartext: der Führerschein soll nur noch in der 3-sm-Zone gelten. Wer weiter hinaus möchte, soll den Sportküstenschifferschein (SKS) erwerben. 

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Darüber hinaus erwägt die Behörde eine Ausrüstungspflicht der Yachten unter anderem mit Funkanlagen, Satellitennavigation und Rettungsmitteln. Diese Richtung wurde durch den Verkehrsgerichtstag in Goslar bestätigt.


Begründet werden diese weit reichenden Verschärfungen durch angebliche Sicherheitsprobleme. Den Nachweis bleiben die Behörden indes schuldig. Tatsächlich ist Wassersport eine der sichersten Freizeitaktivitäten überhaupt. Dies haben ADAC, Deutscher Boots- und Schiffbauer-Verband (DBSV) und Bundesverband Wassersportwirtschaft in einem Positionspapier zur Deregulierung nachgewiesen. Die Verbände fordern unter anderem den führerscheinfreien Bereich von derzeit 5 PS auf 15 PS zu erweitern. Dies erhöht die Sicherheit durch bessere Manövrierfähigkeit und vermittelt außerdem Wassersporteinsteigern mehr Spaß.


Die Haltung der Sportverbände zu diesem Reglementierungswahn bleibt unklar. Einerseits werden öffentlich jedwede Verschärfungen abgelehnt und andererseits haben sie an den Beschlüssen aktiv mitgewirkt.


Segler und Motorbootfahrer, die weitere Einschränkungen des Wassersports verhindern wollen, können sich an der Protestaktion des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft beteiligen. Hier können Sie den Fragebogen direkt online ausfüllen. Die ausgefüllten Papiere werden gesammelt und den zuständigen Stellen übergeben.

Die Zeitschrift Yacht hat ebenfalls eine Protestaktion ins Leben gerufen. Unter www.yacht.de (Protestaktion) können Sie das Protest-Formular herunterladen.


Köln, den 21. März 2007
Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V.
Gunther-Plüschow-Str. 8
50829 Köln
Ansprechpartner: 
Dipl.-Oec. Jürgen Tracht
Tel.: 0221 595711
mailto: 
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Lesen Sie mehr zu diesem Thema:
    Verschärfungen ohne Begründung

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