|
Die Qualität der Sportboothäfen in Schleswig-Holstein soll gesteigert werden. Wirtschaftsminister Dietrich Austermann sagte dazu heute (20. April 2007) in Neustadt: „Beim Wassersporttourismus steht Schleswig-Holstein im unmittelbaren Wettbewerb mit Mecklenburg-Vorpommern, Dänemark und den Niederlanden. Wenn wir Urlaubsgäste dafür gewinnen wollen, mit ihrem Boot den Urlaub in Schleswig-Holstein zu verbringen, dann nur über ein qualitativ hochwertiges Angebot in den Sportboothäfen und Marinas.“
Der Minister rief deshalb die Sportboothäfen in Schleswig-Holstein auf, sich an dem bundesweit einheitlichen Hinweis- und Informationssystem „Gelbe Welle“ und an der Klassifizierung der Sportboothäfen mit Blauen Sternen stärker zu beteiligen.
Das Wirtschaftsministerium hatte gemeinsam mit dem Bundesverband Wassersportwirtschaft Betreiber von Sportboothäfen und Marinas, Kommunen, Touristiker und maßgebliche Verbandsvertreter zu einem Informationsaustausch nach Neustadt eingeladen. Dort wurde unter dem Motto „Wirtschaftsfaktor Yachthäfen in Schleswig-Holstein“ in der Ancora Marina darüber diskutiert, wie die neue Tourismusstrategie des Landes, die auf mehr Qualität setzt, im Wassersportbereich umgesetzt werden kann. „Yachthäfen sind wichtige Wirtschaftsfaktoren und Grundlage zahlreicher Arbeitsplätze“, so Austermann. Das Land lasse die Partner auf dem Weg zu mehr Qualität nicht allein. So habe das Wirtschaftsministerium ein Gutachten zum Wasser- und Segeltourismus erstellen lassen, das viele Beratungshilfen zur Angebots- und Qualitätsverbesserung biete.
Ebenso gebe es finanzielle Unterstützung bei der Gestaltung des Hafenumfeldes (wie z.B. in Niendorf, Eckernförde, Heiligenhafen oder Grömitz). Im Marketing werde das Thema Segeln in die neue Zielgruppenstrategie des Landes integriert und schwerpunktmäßig vor allem vom Ostsee Holstein Tourismus und der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mit dem vom Land finanzierten Regionalmanagement Maritime Wirtschaft bearbeitet.
Das Hinweis- und Informationssystem „Gelbe Welle“ und die Blaue Sterne-Klassifizierung der Sportboothäfen werden gemeinsam vom Deutschen Tourismusverband und dem Bundesverband Wassersportwirtschaft umgesetzt. Dem Hafenbetreiber wird durch die Klassifizierung eine komplexe Einschätzung des eigenen Produkts ermöglicht. Darüber hinaus erhält er von geschulten Sachverständigen direkt vor Ort Vorschläge und Anregungen zur Verbesserung seines Angebotes und damit Anreize zur Qualitätssteigerung. Jeder Hafenbetreiber, der Interesse an einer Klassifizierung hat, stellt zentral beim Deutschen Tourismusverband einen Antrag. Die Antragsunterlagen können dort angefordert oder aus dem Internet unter www.deutschertourismusverband.de heruntergeladen werden.
Der Veranstaltungsort, die Ancora Marina, hat an der Klassifizierung teilgenommen und hat die höchste Auszeichnung - fünf Blaue Sterne - erhalten. Minister Austermann: „Wir befinden uns hier sozusagen im Luxus-Modell einer Marina. Hier stimmen Qualität und Service.“
Alle Referate zum Symposium stehen hier zum Download bereit.
|