Souverän. Sealines zweitgrößter Sportcruiser
glänzt mit innerer Raffinesse, leistet sich aber auch in ruppiger See
keine Schwäche
Die englische Werft Sealine steht für den Sportcruiser im klassischen
Sinn wie keine andere Werft. Dass man mit dem Konzept der
designerischen Contenance ohne optische Experimente gut fährt, beweist
die S29, die vor einem Jahr zur Yacht des Jahres in der 30-Fuß-Klasse
gewählt wurde.
Sealine verfolgt also eine konsequente Politik nobler Zurückhaltung,
die S42 ist da keine Ausnahme: Der Rumpf ist zwar voluminös, wirkt
durch die zum Heck hin deutlich abfallende Scheuerleiste und vier bzw.
sechs Rumpffenster an Steuer- bzw. Backbordseite jedoch trotzdem noch
elegant.
Mit knapp über vier Metern Breite zählt die Yacht zu den
üppigeren, was Cockpit und Innenräumen zu gute kommt. Zum Vergleich:
Die C42 von Sessa ist etwas länger, aber 15 Zentimeter schmaler, die
Bavaria 42 Sport bei einem halben Meter mehr Gesamtlänge 28 Zentimeter
breiter.
Die S42 umfängt einen mit einem geradlinigen Salon und sparsamen
Einsatz von hochglanzlackiertem Holz rund um die Sitzgruppe. Die zwei
Rumpffenster hinter der halbrunden Couch schaffen Helligkeit und
ermöglichen den Blick nach draußen, im Hafen verdeckt ein dezentes
Raffstore die dreckigen Fender des Liegeplatznachbarn. Gegenüber bietet
die Pantry standesgemäße Annehmlichkeiten von der Mikrowelle bis zum
frontbeladenen Kühlschrank.
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